Gespräche im Ostgleis

…finden im 6-Wochen-Turnus statt und sind offen für alle, die dabeisein möchten. Das Material kommt aus der Teilnehmerrunde: Jemand sorgt für das Sujet des Abends, bringt etwas mit, erzählt davon und setzt damit das Gespräch in Gang. Nächste Runde mit einem Beitrag von Claudia Grimm:

4. April 2018
17:00
Politische Kunst

Flyer
4.4.2018 Politische Kunst

Archiv der Gespräche im Ostgleis
14.Feb 18- Wer bin ich?
7. November 17 Augustinus
5. Sept.17 Arbeit
19-06-17 Der Grossinquisitor
24 -März 17 Technik-Exkursion
6.Dez16 Rousseau heute?
31.August 16 Darf man, was man kann?
7. Juni 16 Gegenwerte
19.April 16 Schuberts Winterreise
1.März16-Palmyra
11.Januar16 Unruhe
23.Nov.15 Unruhe
26.10.15 Exodus

17. März 2018 von Grimm
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collective bodies (trans-enactment)
Performance von Claudia Grimm, Peter Grimm und DARTS (disappearing artists)
Samstag, 7. April
im Rahmen des Performance-Events open stage open air
in der Baseler Innenstadt. Start 14:30 auf dem Barfüsserplatz

Sprache und Kunst
Lecture und Diskussion im Café Philo Solothurn
Sonntag, 29. April, 10-12
Cafébar Barock, Landhausquai 5
programm Solothurn

16. März 2018 von Grimm
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Dritte Lektion über das Üben

Performance von Claudia Grimm
Lecture, Dauer: 20 Minuten, Ort/ Datum: PROGR Bern, im Rahmen von Unwrap The Present 28.1.18 unwrapthepresent.blogspot.ch

Es ist dies die dritte Arbeit, die sich ums Üben dreht. Nach „gehabt haben“ und „Anmut“ geht es hier um Übungen zum „Getroffen -Werden“. Auf Level 1 wird der gute Niedergang nach einem Treffer geübt. Auf Level 2 lernt man seine Emotionen zu zügeln, wenn man von einem Anblick getroffen wird. Auf Level 3 macht man sich dann bereit, von etwas Grossem, etwas Starkem getroffen zu werden…
Videoaufzeichnung getroffen werden

28. Januar 2018 von Grimm
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overdubbing

Performance Pascale Grau & Claudia Grimm
Kunsthaus Zofingen, 2.9.2017; 30 Min.

Es geht um das Flimmern, das entsteht, wenn improvisiertes Bild-, Ton- und Textmaterial aufgetürmt wird, ohne ihm Bedeutung zu unterlegen. Im Raum wird eine Bildstrecke ausgelegt, die von Pascale Grau mit einer Kamera abgetastet und zeitgleich von Claudia Grimm akustisch begleitet wird. Weitere Tonspuren werden live darübergelegt, indem die beiden Performerinnen, mit dem Rücken zu den projizierten Bildern, planlos zu reden beginnen. In Loops kollidiert schliesslich das gesamte akustische Material mit sich selbst und mit der im Hintergrund ablaufenden Bildstrecke.

Resonanz:
(…) Die Livebilder auf der Leinwand und die Töne, die Claudia  bei geschlossenen Augen und mit dem Rücken zur Leinwand produziert, sie können nicht zueinander passen und doch versuche ich eine Zuordnung vorzunehmen. Es summt, singt, schnarrt und schnalzt und manchmal trommelt und raschelt es. Ich bin zunehmend irritiert: Ich kann meinen rational gesteuerten Zuordnungssinn nicht überlisten, besonders dann nicht, wenn ein Ton ein einzelnes Bild, das mich kurz anspricht, knapp verpasst oder ein anderes zu antizipieren scheint. Ich kann nicht auf zwei Kanälen aufnehmen.
Dubbing: Sofort kommt Faszination auf. Die Sätze sind dermassen natürlich, meist bekannt und scheinbar banal, einem Gespräch oder dem inneren Monolog entnommen, lakonisch formuliert und ohne Emphase gesprochen: es entsteht eine Collage und zusammen mit der neuen Abfolge der Bilder empfinde ich eine Beschleunigung.
Mit dem Over-overdubbing kann das in einem Strudel enden, der auch mich erfassen wird. Für mich dominiert immer noch -wie immer- die Sprache. Die Geschichten, welche hinter den Sätzen stehen, sie sind Dramen und manchmal Tragödien. Die Aussagen ziehen Bilanz, klagen resigniert an, verkünden Intimes ohne Gehör zu finden. Der Satz zielt ins Leere und trifft auf eine Behauptung oder eine Aufforderung, die auch keinen Adressaten finden. Elemente des absurden Theaters klingen an. Mir gefällt das ! Die Bilder erzeugen wohl den gleichen Effekt und vielleicht sollen Bilder und Sätze völlig eins werden. Dies so aufzunehmen bin ich nicht fähig. (…)
Die Technik ist (wie die Medien Sprache und Bild) absolut perfekt. Diese Performance ist Konzept, Können und Handwerk: sie ist Kunst dadurch, dass sie (mich) anspricht und etwas in Bewegung bringt. (Urs Geiger, Zollikofen)

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Strategies of dis/ordering
Pascale Grau & Claudia Grimm unfold in the collaborative performance “Overdubbing/Overdubbed” (Kunsthaus Zofingen 2.9. 2017) so many layers of images, sounds and spoken texts, that simple relations can no longer be made. If we were used to understand performance by representational critique, we are forced by them to switch to complex settings of nonhierarchical thinking – including the acceptance of no relations between the randomly chosen sentences and the images shown at the same time. This kind of dis/ordering is an artistic strategy that creates difference; and within this difference, critical thinking becomes an open process to be continuously re-read and not be concluded as simple statement. (Sabine Gebhard Fink/ Referat im Performance Process Symposium 26.1.18 Museum Tinguely, Basel, zum Thema: Queer and Feminist Strategies in Performance\Art today «Better with because of…»)

03. September 2017 von Grimm
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give art back to the wall

Performance von Claudia Grimm

Form: Referat in der Funktion Kuratorin/ Kunstvermittlerin
Dauer: 30 Minuten
Ort: (ort) Atelier Judith Huber, Gerliswilstrasse 23, Emmenbrücke
Datum: 29. Juni 2017

In zwei zueinander sich widersprüchlich verhaltenden Teilen wird die Denk- und Arbeitsweise des Kollektivs DARTS (disappearing artists) vorgestellt. Im ersten Teil erzeugt Claudia Grimm in ihrer Rolle als Impressaria beim Publikum die Vorstellung, die Mitglieder des fiktiven Kollektivs seien im oberen Teil des Gebäudes gerade daran, eine Installation fertigzustellen. Es ist eine elektrische Kabelverbindung zu einem Schalter, der sich tatsächlich draussen am Gebäude auf Augenhöhe befindet. Daneben ist eine Werkbeschriftung angebracht:
Wenn Sie den Schalter drehen,
geht drinnen im Haus in einem schwarzen Kästchen eine Lampe an, oder sie geht aus
-wird drinnen in einem schalldichten Kästchen das Lied „Heisser Sand“ abgespielt oder gestoppt.

Im zweiten Teil spricht Claudia Grimm als Kuratorin über Werke, die von DARTS-Künstlern in Emmenbrücke installiert wurden. In einem reenactment zeigt sie dann, wie das Kollektiv in Emmenbrücke sämtliche Werkbeschriftungen zerstört und damit die Dinge „entkunstet“ hat. Dazu zitiert sie das DARTS-Mitglied Esa Bebel:
„Es ist eine Art Wiedergutmachung. Wir entlasten und wir beschenken damit den Stadtraum. Wenn ein Werk so ein Schild neben sich hat, dann ist es, als würde es sich irgendwie ausbeulen, in den Raum reinbeulen, und ganz fett werden. Nach unserem Ritual wirkt die Arbeit sofort zarter, leichter. Weil sich die Kunst eben in die Wand zurückgezogen hat.“

25. Juni 2017 von Grimm
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The Gathering

The Gathering ist ein offenes Performance-Format, zu dem Gisela Hochuli und Dominik Lipp regelmässig einladen. Die Aktion findet jedesmal an einem neuen Ort im Freien statt, diesmal rund um den Kunstraum OSTGLEIS:

Samstag 10. Juni 2017
12-17 Uhr gemeinsames Performen auf dem Bahnhofsareal
anschliessend essen und reden
www.panch.li/news

25. April 2017 von Grimm
Kategorien: Kooperationen, Performances | Schreibe einen Kommentar

Übungen in Anmut


22. April 17, Performacefest Legs, Turbine Giswil:

In ihrer Funktion als Kuratorin spricht Claudia Grimm über ihr aktuelles persönliches Übe-Programm: mit Anmut leben, mit Anmut ausstellen. Sie demonstriert das u.a. mit dem neuen mobilen Kunstraum, weil sie meint, damit die Werke des Kollektivs DARTS (disappearing artists) mit Anmut ausstellen zu können. Auch wenn DARTS davon abraten (Mail vom Vorabend):
Das kann gar nicht funktionieren. Mach dich doch nicht unglücklich, Curatissima. Wir haben gestern noch lange über dein Projekt geredet, und alle fanden es irgendwie schlimm, ganz im Ernst, hoffnungslos.
Das mit der Anmut ist uns so fremd. Zeig doch einfach unsere Arbeiten, das kannst du gut und das ist auch mutig. Warum muss es denn anmutig sein? Du weisst es doch am besten: Ausstellen, also dieses Gesehen-Werden-Wollen, das verträgt sich doch mit Anmut nicht. Dem fehlt das Beiläufige, nicht nur bei dir, immer. Das ist sozusagen strukturell. Denk mal dran, wie oft du gebangt hast, ob überhaupt jemand kommt, der die Sachen sehen will. Und dann stehst du im Kunstraum wie ein Stock, weil ja niemand sehen soll, wie heftig du dir das Publikum wünschst. Das ist eben der Punkt. Genau das. Stress dich doch nicht zusätzlich noch mit Anmut.
Wir lieben dich, Curatissima, ist das nicht schon viel?
DD

23. April 2017 von Grimm
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Das Austragungsjahr

27. November 2016, 16:00 Uhr im Kunstraum Ostgleis
Bild 1
Ausstellung mit Beiträgen aller, die ein Jahr lang die Arbeiten von Charlotte Röllig (1919 -2015) bei sich hatten und in ihrer Weise ausgetragen haben. Start dieser Aktion war am 27. November 2o15
mit Fadenwerk.
Einladung 27-11-16_Das Austragungsjahr

08. November 2016 von Grimm
Kategorien: Ausstellungen, Performances | Schreibe einen Kommentar

Performance in motion

SAMSUNG
Ein Wochenende lang füllt sich der Kunstraum Ostgleis mit Bildern, Texten, Videos, Begegnungen und Performances. Claudia Grimmn und Parvez Imam laden herzlich ein, vorbeizuschauen und dabeizusein.

Programm Samstag, 1. Oktober
11:00 Transform – Eine kollaborative Installation mit Keksen, Kunst und Fruchtsaft
13:00 Vermehren und Teilen 1 – Bitte Imbiss mitbringen
14:30 Eine Inquisition – Performative Brecht-Lesung
18:00 The Missing Link – Solo-Performance von Parvez Imam
19:00 Ankündigung der Srinagar Biennale, Basel

Programm Sonntag, 2. Oktober
12:00 Gehabt haben – Texte aus der Second-Hand-Aktion vom Juni 16
13:00 Vermehren und Teilen 2 – Bitte Imbiss mitbringen
15:00 Kunstlauf – Mit Claudia Grimm durch Ostermundigen: Wie haltbar sind die DARTS-Werke?
17:30 Performance in progress – Claudia Grimm und Parvez Imam
19:00 Re-Transform – – Kollaboratives Einpacken.

22. September 2016 von Grimm
Kategorien: Ausstellungen, Kooperationen, Performances | Schreibe einen Kommentar

DARTS in Bern

DARTS (disappearing artists) zeigen sich erstmals in der Hauptstadt, und zwar mit zwei Arbeiten aus der Serie curating my curator’s fridays. Das Kunstkollektiv tritt hier in gemeinsamen Aktionen mit der Kuratorin Claudia Grimm auf, einmal drinnen, im PROGR, und einmal draussen, auf der Schützenmatt.

Sonntag, 4. September 2016 16:00h
im PROGR Raum 263 (Eingang Waisenhausplatz)
Claudia Grimm stellt das Kollektiv-Archiv vor. Es ist sehr klein.
Videodoku Archivsimulation

Dienstag, 6. September 19:00h


Kunstlauf mit 6 Stationen rund um die Reithalle. Claudia Grimm führt als Kuratorin das Publikum zu den ad-hoc-Installationen des Kunstkollektivs DARTS. Weil sie immer vorauseilen muss, um die Werke ausfindig zu machen, haben DARTS die Gelegenheit, die ganze Sache zu unterlaufen: Sie streuen ihre persönlichen kleinen Aufzeichnungen unters Publikum und machen damit die Kuratorin selbst zum Thema. Ausschnitte:

Hast du ihre Hände angeschaut? Die eine ist beinahe durchsichtig. Jedes Knöchelchen siehst du, wenn du es aushältst hinzuschaun. Und wie drübergehaucht die fleckige Hauthülle, gleich wird sie reissen wie Pausenbrotpapier. Die andere ist weicher, aber-ich darfs fast nicht sagen, tierisch, Affe, Kröte, ein Leguan zwischen den Zehen. Aber weich innen, warm wie Leben und zart. (Paolo)
Sie geht wuchtig, immer ein bisschen nach vorn gebeugt, so als sei da ein Windwall zu durchstossen, der auf jeden Fall als Gegenspieler zu betrachten ist. Sie selbst sagt aber von sich, sie sei flink wie ein Wiesel und überaus beweglich. Dann stellt sie sich manchmal, – und das macht sie besonders gern, wenn Leute zu Besuch sind, die sie noch nicht so gut kennt – dann stellt sie sich mitten in den Raum und führt so Turnübungen vor, so mit den Fingerspitzen bis auf den Boden bei gestreckten Beinen. Und alle sagen dann oh wie toll, in ihrem Alter….(Bernadette)
Sie ist ungerecht und offensiv. Evas Installation mit der Kinderrutsche fand sie banal. „So ein Brimborium um Nichts, so viel Gequatsche um ein simples Ding“ hat sie dazu gesagt, während sie noch im selben Satz Paolos kleine Intervention vor der spanischen Kirche „wunderbar“ findet. Auf eine Diskussion in dieser Sache hat sie sich gar nicht erst eingelassen. „Die“ (damit hat sie Eva gemeint) „die hat kein Gefühl für das Mittelgewicht“, sagt sie zu uns, während Eva ja auch im Raum ist und ansprechbar gewesen wäre. „ Immer alles so brutal, immer angeben“. Das wars dann. Fertig Kommentar und wieder zrücklehnen. (Vitus)

Alles ereignet sich im Rahmen der PPP
(PROGR PERFORMANCE PLATTFORM)
Performances_PPP2016Flyer

29. August 2016 von Grimm
Kategorien: DARTS (disappearing artists), Performances | Schreibe einen Kommentar

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